Wir sind eine Großfamilie mit 5 Kindern. Sie sind im jetzigen Alter von 18 bis 2 Jahre.Dafür haben wir ein Problemkind und das ist unser Sohn Ronny.Es fing in der Grundschule an, als Ronny in die 4. Klasse kam. Da bekam er eine Klassenlehrerin. Eigentlich kein Problem, aber von da an änderte sich vieles.Ronny mochte die Lehrerin nicht und umgedreht genau das selbe. Im Zeichenunterricht malten alle ein Bild. Ronny war schnell fertig und langweilte sich, da hatte er auf sein Bild mehrmals Sex geschrieben. Das gefiel der Klassenlehrerin überhaupt nicht. Dafür durfte ich dann in der Schule antanzen. Da bekam ich erzählt, das soetwas nicht auf ein Bild gehört und in dem Alter man an soetwas noch nicht zu denken hat. Aber in der 3. Klasse werden alle Kinder schon über Sex aufgeklärt und sogar mit Video.Ab diesen Zeitpunkt hatte die Klassenlehrerin unseren Sohn auf dem Kicker und machte ihn vor der Klasse madig. Ronny hatte sich das nicht gefallen lassen und ärgerte sie auch. Von dieser Zeit an, hatte Ronny eine Abneigung gegen Lehrerinnen.Dann kam Ronny in die Regelschule. Wir dachten, jetzt wird alles wieder gut. Ab der 7. Klasse ging es dann los.Ronny hatte keine Lust im Unterricht mit zu machen und weigerte sich Hausaufgaben zu erledigen. Wir sprachen mit ihm, aber es hatte nicht gefruchtet. Es ging bei ihm hüben rein und drüben wieder raus, wie man so schön sagt.Da wir merkten, das Ronny Null Bock hat, hatten wir einen Antrag auf Rückversetzung gestellt und er kam dann in die Praxisklasse, weil es besser sein sollte für ihn. Weniger Schule, dafür mehr Praxis. Da gab es nur ein Problem, denn diese Klasse wurde von 2 Frauen unterrichtet. Wir gaben die Hoffnung nicht auf, aber wir wurden eines besseren belehrt. Wir wurden wieder in die Schule zu einem Gespäch gebeten. Da erfuhren wir, das Ronny im Unterricht nicht mit macht und auch nicht mit schreibt, wie die anderen. Keine Hausaufgaben macht und wenn doch, nur das nötigste. Davon wußten wir aber vorher nichts, denn wenn wir Ronny fragten ob er Hausaufgaben auf hat, hatte Ronny immer nein gesagt. In sein Hausaufgabenheft stand nie etwas darin. Auch hier riefen die Lehrer zu spät an, da war aber schon das Kind in den Brunnen gefallen.Also beantragten wir die 2. Rückversetzung. Ronny kam dann wieder in eine normale 8. Klasse, aber diesmal nur für einen Hauptschulabschluß. Wie soll es anders sein, Ronny hatte wieder eine Klassenlehrerin. Jetzt fragen sich bestimmt viele, warum wir ihn nicht in eine andere Klasse versetzen ließen. Ronny wollte in die Klasse, da seine Freunde sich darin befanden und wir dachten, wenn wir ihm den Wunsch erfüllen, wird er sich schon anstrengen. Heute wissen wir, es war ein großer Fehler.Wir sprachen täglich mit Ronny, zwecks Schulabschluß und Lehre, wie wichtig das in der heutigen Zeit ist. Wir hörten dann immer nur ein ja, ja, ich weiß.Am Anfang lief alles gut, aber dann ging es los. Ronny merkte schnell, wenn er die Schule schwänzt, bekommen wir kein Bescheid von der Schule. Die Klassenlehrerin meldete sich immer Freitags telefonisch um uns zu erzählen, wann Ronny fehlte und keine Hausaufgaben hatte und wir sollten doch darauf achten, das Ronny regelmäßig zur Schule kommt. Da hatte es mir gereicht. Da sagte ich zu ihr, das ich jetzt eh nichts mehr machen kann, wenn er die ganzen Tage ( Montag die letzte Stunde und Mittwoch die 1. Stunde ) fehlte und was das soll, erst jetzt anzurfen. Da sagte sie mir ganz fresch am Telefon " sie sehe es nicht ein, mich jedesmal auf dem Handy anzurufen, es wäre zu teuer " In dem Moment dachte ich, ich bin im falschem Film. Wie immer sprachen wir mit Ronny darüber, aber immer das selbe.Jetzt wurde es immer schlimmer. Ich bin an Ronny nicht mehr ran gekommen. Er ignorierte mich, wenn ich ihm was sagte und wir schrien uns nur noch an. Er kam dann nach der Schule nicht mehr nach Hause, erst abends. Im Haushalt half er auch nicht mehr mit. Er machte was er wollte und klaute.Da merkten wir, das wir es alleine nicht mehr schaffen und Hilfe benötigen.Wir machten dann einen Termin beim Jugendamt. Ronny war dann bei dem Gespräch mit dabei, aber es half auch nichts. Im Gegenteil es wurde noch schlimmer auch mit der Schule. Es folgten weitere Gespräche mit dem Jugendamt, aber Ronny nahm alles gelassen. Es war ja auch kein Wunder, denn die Sachbearbeiterin die für uns zuständig war, hatte mit Ronny geredet, als wäre er ein kleines Kind. Mein Mann wollte es mir erst nicht glauben, als ich ihm davon erzählte. Bei dem nächsten Gespräch war er dann mit dabei. Zu dem Zeitpunkt lagen bei uns allen die Nerven blank und die Sachbearbeiterin meinte noch " wir wollen doch den Jungen nicht bestrafen, das wäre für ihn doch eine Bestrafung im Heim ". Das war dann auch wieder ein Schuß in den Ofen. Da will man sich Hilfe vom Jugendamt holen und bekommt dann so eine Antwort.Es ging dann soweit, das er gegenüber seinen Geschwistern aggressiv wurde. Ab da war das Maß voll. Wir stellten Ronny ein Ultimatum, " entweder du änderst dich oder wir stellen einen Antrag auf Unterbringung in einem Heim ".Ronny entschloss sich und stellte selbst den Antrag auf Unterbringung in einem Heim, mit der Begründung:1. Bad sauber machen ist Frauensache ( weil Ronny alle 14 Tage mal das Bad sauber machen sollte )2. seine Geschwister nerven usw.Nebenbei liefen die Vorprüfungen. Ronny erzählte uns dann, wann er Prüfungen hat. Wir hatten ihn vor jeder Prüfung Glück gewünscht. Er verlies frühs das Haus um seine Prüfung zu machen und kam danach immer nach Hause. Wir fragten immer, wie es gelaufen sei und Ronny sagte wie immer, gut.Ich hatte dann noch Formulare im Jugendamt abzugeben und fragte unsere Sachbearbeiterin, wie lange die Bearbeitung dauern wird, da sagte sie Wortwörtlich " schaun wir mal ". Da dachte ich nur, das gibt´s nicht, das kann´s nicht sein. Ich dachte das sie vielleicht sagt, ich weiß nicht, aber so etwas. Das hatten wir uns nicht gefallen lassen und haben darauf hin an eine höhere Stelle Beschwerde per Mail eingereicht.Ronny und Ich, hatten dann einen Termin im Kinderheim in Altengottern mit Frau Linsel der Heimleiterin. Wir besprachen einige Dinge und es Klang alles sehr gut. Sie meinte noch, das Ronny so schnell wie möglichst ins Heim kommen sollte, wegen der Eingewöhnungsphase. Ronny war mit dem Heim auch einverstanden.Dann ging es ganz schnell und wir bekamen dann Bescheid, das Ronny´s Antrag für knapp 2 Jahre bewilligt wurde, bis einen Tag vor seinem 18. Lebensjahr. Zu dem Zeitpunkt dachte Ronny, das es Spaß wäre und wir es sowieso nicht zulassen würden mit dem Heim.Jetzt kam der Tag an dem Ronny ins Heim sollte. Wir wussten nicht was richtig ist. Also haben wir beschlossen Ronny nichts zu sagen, denn wir wussten auch nicht wie er darauf reagiert und vielleicht noch abhaut. Seinen Koffer und Reisetasche hatte ich schon vorher gepackt. Nach dem Baden und Abendbrot hatten wir dann gesagt, das es jetzt ins Heim geht. Am Anfang konnten wir uns noch zusammen reißen, aber dann kamen uns allen die Tränen. In dem Moment ist für uns eine Welt zusammen gebrochen. Das eigene Kind ins Heim gehen zu lassen. Da schießen ein 1000 Gedanken durch den Kopf, was hat man falsch gemacht. Wir ( mein Mann ,ich ,Sarah und Erik ) hatten dann Ronny ins Kinderheim nach Altengottern gefahren.Ab den Zeitpunkt hatte sich alles in unserer Familie geändert. Es wurde zwar alles ruhiger, aber eins unserer Kinder fehlte. Mein Mann und ich unterhielten uns fast täglich über Ronny.Dann meldete sich die Klassenlehrerin Frau Bachmann um uns mitzuteilen, wann und wo die Zeugnisübergabe statt findet. Ich sagte ihr, das Ronny schon im Heim ist und ich nicht weiß ob er kommt. Daraufhin sagte sie mir, das Ronny nur ein Abgangszeugnis bekommt, da er nicht zur Prüfung zugelassen war. Ich dachte nur, jetzt hast du dich verhört. Ronny war doch bei den Prüfungen? Sie sagte mir dann, das Ronny es wusste. Da fragte ich sie, warum sie uns nicht eher Bescheid gesagt hat, da sagte sie nur, das das Ronny uns sagen sollte. Obwohl sie wusste wie Ronny ist. Innerlich hatte ich schon vor Wut gekocht. Aber nicht wegen Ronny, sondern wegen der Klassenlehrerin.Wie es im Heim so ablief steht unter " Wie alles so Ablief im Kinderheim Altengottern im Schloss ".Eigentlich sollte Ronny schon am 06.12.2010 entlassen werden, ohne unser Wissen. Eigentlich sagt man doch von heute auf morgen, aber da hieß es, von heute auf heute. Aber die Krönung war, das der Geschäftsführer der AWO Herr Wiesler sowie Frau Linsel die Heimleiterin und Frau Winsel die Teamleiterin, Ronny ohne unser Wissen in ein anderes Heim abschieben wollten, aber da hat das Jugendamt nicht mit gemacht. Wer am Ende dafür verantwortlich war, wissen wir leider nicht. Seitdem 07.12.2010 ist Ronny wieder bei uns zu Hause, da er aus dem Kinderheim Altengottern so zu sagen Abgeschoben wurde. Mit einem falschem Bescheid ( von Herr Wiesler der Geschäftsführer der AWO in 99974 Mühlhausen Goetheweg 41 geschrieben) entlassen, den wir später erhalten haben.Das kann man dann unter " Das Entlassungsschreiben von Herr Wiesler und unsere Gegendarstellung " lesen.Ronny geht seitdem regelmäßig zur Schule und übernimmt auch seine häuslichen Pflichten wieder, weil er nicht nocheinmal ins Heim will. Er hat schon einsen und zweien mit nach Hause gebracht. Hoffentlich hält das an. Ronny weiß auch, sobald er 1 x die Schule schwänzt das er in ein anderes Kinderheim kommt, den die Maßnahme bleibt aufrecht erhalten. Nur mit dem Unterschied, das es nicht mehr Altengottern sein wird.Es hat uns auch Überwindung gekostet darüber zu schreiben, aber wir wissen auch, das wir nicht die einzigsten sind, die solche Probleme haben. Wie heißt es auch so schön? " Das kommt in der besten Familie vor ". Falls es Eltern gibt die auch solche Probleme haben, raten wir persönlich von dem Kinderheim Altengottern im Schloss ab.Ronny hatte weder geraucht, getrunken und Drogen genommen, als er ins Heim kam. Und am Ende hatte er alles im Heim ausprobiert. Jetzt raucht Ronny nur noch und das ist aber auch noch zuviel. |