Das Entlassungsschreiben von Herr Wiesler

und jetzt unsere Gegendarstellung

Mit diesem Schreiben sind wir nicht einverstanden. Es stellt uns als Eltern dar, als wollten wir unseren Sohn nicht haben. Das ist so nicht richtig.

 Gegendarstellung: 

Wir wussten bis zum 06.01.2011 nicht einmal, das Ronny entlassen werden sollte. Das war ein kurzfristiger Termin, aber auch nur, weil ich mich bei Herrn Wiesler gemeldet hatte um einen Termin für die darauffolgende Woche zu machen. Wir einigten uns dann telefonisch auf 13.30 Uhr am selben Tag in der Geschäftsstelle der AWO.

13.30 Uhr hat uns Herr Wiesler dann verkündet, das Ronny heute entlassen wird und damit waren wir nicht einverstanden. Wir hatten ja keine Möglichkeit gehabt zu handeln. Er nannten uns ja keine andere Einrichtung die für Ronny geeignet wäre. Daraufhin sprach mein Mann 3 mal den § 1631 BGB an. Erst jetzt ging Herr Wieseler darauf ein mit der Frage an meinen Mann, was er sich darunter vorstelle.

Nach einigem hin und her haben wir uns geeinigt, dass wir einen Eilantrag beim Familiengericht stellen, ohne wirklich zu wissen was dies letztendlich bedeutet bzw. für Konsequenzen haben wird.

Das mit dem Drogenkonsum ist gelogen, was Herr Wiesler geschrieben haben.

Frau Linsel hatte geäußert, das sie den Verdacht hat, das Ronny eventuell seit längerem Drogen nimmt.

Herr Wiesler hat weiterhin geschrieben, Ronny würde wegen permanenter Verstöße gegen die Hausordnung durch Randalieren und aggressiven Verhaltens aus der Einrichtung entlassen. Für mich bedeutet permanent: immer, ständig, ununterbrochen.  

Was hat Ronny randaliert? Wir wissen nur von der Tür der Speisekammer, weil er Hunger hatte und der Boller von der Berufsschule aus Görmar. 

Herr Wiesler hätten doch in dem Schreiben erwähnen können, das ich zu ihm gesagt habe, das Ronny weder geraucht, getrunken und Drogen genommen hatte als er ins Heim kam und jetzt alles macht, bis auf die Drogen was wir nicht wissen und das ich weiterhin gesagt habe, das wir Ronny jetzt so versaut wieder bekommen sollen. Daraufhin haben wir nein gesagt.

Herr Wiesler hat auch Fehler seitens der Heimeinrichtung eingeräumt. Warum liest man so etwas nicht im Bericht? 

So wie Herr Wiesler den Brief geschrieben hat, gab es keinen Grund, Ronny durch "Gefahr im Verzug" zu entlassen.

Das ist das Schreiben, was wir an das Jugendamt geschickt haben.

Mit freundlichen Grüßen

Fam. Braunsdorf